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10 апреля 2009 | Автор: Admin | Рубрика: Аудиокниги » Иностранные языки | Комментариев: 0

Helclac, “Versuchen wir das Unmgliche. Erinnerungen an Che Guevara. CD”
Der Audio Verlag | 2003 | ISBN: 3898132099 | 54 Minutes | mp3 | 49,8 MB

Audiobook-Rezensionen
Sein Gesicht ist allgegenwrtig. Das Foto des schnen Mannes mit langem Haar und Barett mit rotem Stern, der irgendwie nobel ber alles hinwegblickt ist Kult. Die unzhligen Variationen davon zeugen von einem Marketingartikel ersten Ranges. Sicher, dass der Held Che Guevara ist, dass er ein Revolutionr und Guerillakmpfer war und 1967 in Bolivien hingerichtet wurde, ist bekannt. Alles ber diesen Wissensstand Hinausgehende ist dann schon eher selten anzutreffen. Auch wenn Che fr jede Gegenbewegung gut ist und neuerdings auch zum reinen Modeartikel avanciert.

Das Feature von Ursula Voss versucht hinter den Mythos Che, hinter die Legende und Ikone zu blicken. Die Autorin war selbst in den Jahren 67 und 68 begeistert von Guevara. Auf ihrer Spurensuche durch Sdamerika und Kuba wollte sie den Menschen hinter dem Helden sehen. Dem letzten Brief Guevaras an seine Kinder widmet sie besondere Aufmerksamkeit. Hier finden sich die unvergesslichen und eindringlichen Worte: „Seid immer fhig, bis auf Tiefste jede Ungerechtigkeit, die auf der Welt jemandem angetan wird, zu empfinden. Das ist die schnste Eigenschaft eines Revolutionrs.“ In ihren Gesprchen mit Menschen, die Che (sein Spitzname, weil er die Floskel „Che“ („Hey“) so oft verwendete) kannten, hrt man vor allem eines heraus: Ernesto Guevara de la Serna, geboren am 14. Juni 1928 in Rosario, Argentinien, war eine charismatische Persnlichkeit (Jean-Paul Sartre nannte ihn sogar „den vollkommensten Menschen unserer Zeit“), ein sensibler, willensstarker, intensiv lebender Mensch. Die zweite Frau seines Vaters meint, als Arzt wusste Che, dass er vieles in kurzer Zeit erleben und erledigen muss. In der Tat scheint sein bereits mit zwei Jahren auftretendes Asthma in hohem Mae fr seine Lebensfhrung verantwortlich zu sein. Er galt als kinderlieb, uerst human, war auerordentlich diszipliniert und streng, gegen sich, aber auch andere, sein Hass auf Privilegien ist Legende. Er lie wohl niemanden kalt, entweder man war begeistert von ihm, oder man lehnte ihn ab. Der Fotograf des berhmten Fotos vom 5. Mrz 1960 Alberto Diaz, genannt „Korda“ sagt, er sei sehr herrisch gewesen, zuweilen auch beiend ironisch und arrogant.

Es htte keine bessere Leitfigur fr die Linken geben knnen. Che war Intellektueller, Oberschichtsangehriger, gebildet und Doktor der Medizin, – er htte es nicht ntig gehabt, zu kmpfen – und hat dann doch Kuba vom US-freundlichen Diktator Batista befreit. Che war/ist die Identifikationsfigur fr eine gerechtere Welt. Davon hat Che getrumt, vom „hombre nuevo“, von einer Gesellschaft, „in der jeder nach seinen Fhigkeiten gibt und jeder nach seinen Bedrfnissen erhlt“. Am Botschafter der „permanenten Revolution“ bewunderte man auch seinen Verzicht auf die mter, seine Absage an die Institution. In Bolivien wollte Che noch mal beweisen, dass die Befreiung mit dem Guerillakrieg gelingen kann. Er ist gescheitert.

Ursula Voss fhrt selbst durch das Feature. Aus Interviews und Originaltnen von Che Guevara (1960 in Ostberlin), Fidel Castro (beim Verlesen von Ches Brief, in dem er auf alle mter verzichtet) und Rudi Dutschke entsteht das lebendige Portrt des Mannes, der fr die Befreiung der Unterdrckten kmpfte. Die berhmt-berchtigte „Faszination Che“ wird dabei um einiges verstndlicher. Interessant und gut gemacht! Mit Christian Berkel und Thomas Thieme.







Only ONE (1) RS mirror, please

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