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Bleib bei uns Gulla - Gulla hlt ihr Wort

Martha Sandwall-Bergstrm «Bleib bei uns Gulla - Gulla hlt ihr Wort»
Wiener Verlag | ISBN: N/A | PDF | 292 pages | 3,7 Mb



Der Ochse zog in knieweichem Schritt bergan. Sein massiger
Leib war zottig und na von dem rieselnden Regen und sank so
tief im Lehm der Landstrae ein, da die Hufe darin verschwanden.
Dieser Herbst, Anfang 1900, war einer der feuchtesten seit
Menschengedenken. Die Heuschober, die auf den Feldern drauen
standen, wurden feucht, und in den Kartoffelfurchen scho das Regenwasser
dahin gleich kleinen Bchlein. Bauern und Husler
sthnten und starrten vergebens zum dsteren Himmel empor
nach einem blauen Fleck, sei er auch nur so gro wie ein Megewand,
denn erst dann konnte man auf eine nderung des Wetters
hoffen. Ging es nur noch ein paar Wochen so weiter, gab es ein
Hungerjahr fr die Armen. Die Kartoffeln verfaulten in der
Erde, und der Regen scho in die Halme, da die hren taub und
leicht wie Spreu wurden.
Karlberg, einer der Husler des Herrenhofes Hje, seufzte auch,
als er so neben dem Ochsenwagen dahinzog. Er war ein groer,
grobschlchtiger Mann mit abstehenden Ohren und bedchtig
wiegendem Gang. Den Rockkragen hatte er zum Schutz gegen den
Regen hochgeschlagen und die schirmlose Mtze tief herabgezogen,
so da sie ganz auf den Ohren ruhte und das Gesicht
mit der griesgrmigen Miene so gut wie verdeckte. Das machte
ihn einer der Vogelscheuchen hnlich, wie sie die Bauern in ihren
Grten aufstellen, bestehend aus einem alten Mantel, einem Hut
und ein paar Stangen, die im Winde schaukelnd dasteht und die
geflgelten Schmarotzer verjagen soll.
Hinter Karlberg ging ein Mdchen von zwlf Jahren, ngstlich
bemht, seine groben Schuhe dem Straenschlamm zu entziehen.
Den schwarzen, fadenscheinigen Mantel hielt es hoch, um ihn
vor Schmutzspritzern zu schtzen, und in einer Hand trug es ein
kleines Bndel, das Kleider und Kleinkram enthielt, sein Hab
und Gut auf dieser Welt. Das Haar unter dem Kopftuch leuchtete
sehr blond; an den Schlfen und ber der Stirn, wo es vom
Regen durchnt war, ringelte es sich zu kleinen Lckchen.
Schweigend ging es hinter dem Husler dahin, der von heute ab
sein Brotherr und Arbeitgeber war, und seine Blicke ruhten ernst
und respektvoll auf dem behbig schaukelnden Rcken des
Mannes.







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