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Das Findelkind vom Kranwitthof

Ida Madlen Krog von Bergen «Das Findelkind vom Kranwitthof»
Verlag Josef Berg | ISBN (ASIN: B0000BKILZ) | 1956 | PDF | 246 pages | 1 Mb



Gro und stattlich lag der Kranwitthof auf einer kleinen Anhhe ber dem Dorf Hellesried. Es war der bei weitem ansehnlichste und lteste Hof der ganzen Gegend. In der starken Frhlingssonne blitzten blanke Fensterscheiben, rote Geranien und bunte Petunien blhten ppig in den Blumenksten, und prallgefllte Federbetten waren zum Lften ber die Altane gehngt. Das Ganze war ein Bild geordneten Wohlstandes und gesicherten Friedens. Die haben es gut, dachte ein vorbeiwandernder, arbeitsloser Handwerksbursche, und ein kleiner, neidischer Seufzer entrang sich seiner schmalen Brust. Sein Magen erinnerte ihn mit energischem Knurren daran, da er schon lange keine ordentliche Mahlzeit mehr bekommen hatte. Soll ich hineingehen und um ein Glas Milch und ein Stck Brot bitten? berlegte er zgernd. Seine Erfahrungen gerade mit den reichen Bauern waren nicht allzu erfreulich. Jetzt trat eine groe, starkknochige Frau aus dem Haus; es war vermutlich die Buerin. Sie ging auf den eingezunten
Kchengarten zu, wohl um ein paar Salatkpfe oder etwas Suppengrn fr das Mittagessen zu holen.
Der Handwerksbursche betrachtete verstohlen ihr Gesicht. Es war noch nicht alt, aber so herb und hart, da dem armen Burschen das Herz in seine fadenscheinige Hose fiel. Nein, bei der war nichts zu wollen, das war eine von der harten Sorte, die ihn mit scharfen Worten abweisen wrde. Grollend und mit einem bitteren Zug um den Mund schlich er davon. Doch mit diesem Groll tat er der Buerin vom Kranwitthof
unrecht. Ein Glas Milch und ein Stck Brot hatte sie immer fr einen Bedrftigen brig. Regina Kranwitt sah lter aus als ihre zweiunddreiig Jahre. Und der harte Zug in ihrem Gesicht kam nicht von
einem harten Herzen, sondern von einem, wie ihr schien, allzu harten Geschick. Das uere friedliche Bild des Kranwitthofes tuschte, innen herrschte kein Friede. Der Bauer, untersetzt und dunkel, ging belgelaunt herum, herrisch gegen das Gesinde, mrrisch und wortkarg gegen seine Frau. In den Wirtshusern konnte er freilich mchtig aufdrehen, prahlen und den Teufelskerl spielen. Nicht selten
kam er mit einem Mordsrausch heim.








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