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Mohammed

Gerhart Ellert «Mohammed»
Wiener Verlag | ISBN N/A | 1971 | PDF | 344 pages | 2,4 Mb



Alle, die auf den Stufen des Heiligtums saen, verstummten,
als sie den Hgel herab Abu Sofyan, den Omayaden,
auf sich zukommen sahen.
Der reiche Ibn Moghira wollte gerade ausfhrlich darlegen,
da der Preis fr die Datteln aus Nakhla viel zu hoch
sei und da man sie daher niemals mit Gewinn in Syrien
werde verkaufen knnen; aber es hrte ihm niemand mehr
zu. Sogar die beiden Streitenden aus dem Stamme Fichr,
die, uneingedenk der Heiligkeit der Kaaba, sich unfltige
Schimpfworte an den Kopf geworfen hatten, schwiegen
und wandten einander stumm den Rcken. Nur der drre
Lahab neigte sich leise flsternd zum Ohr seines Nachbarn:
»Sieh dir Abu Sofyans Mantel an! Was mag er gekostet
haben?!«
Abu Sofyan blieb am Fu des Hgels stehen; es schien,
als prfe er mit den Blicken, ob alle vornehmen Familien
der Koreischiten von Mekka in der Versammlung vertreten
seien, und als berlege er, ob er nicht, ohne den Platz zu
berqueren, in eine der engen Gassen einbiegen solle. Die
Mnner auf den Stufen der Kaaba hielten den Atem an;
als er weiter auf sie zukam, ging ein hrbarer Seufzer der
Erleichterung durch ihre Reihen.
Eilig rckten sie zur Seite, um ihm im Schatten des Heiligtums
Platz zu machen. Noch stand die Sonne hoch; brtende
Hitze lag ber der Stadt Mekka, strahlte wider von
den Steinen der Gebude, von den Felsplatten des Bodens.
Es hatte lange nicht geregnet; der heilige Brunnen gab
nur noch sprlich Wasser.
»Da bist du!« rief Ibn Moghira laut. »Wir haben auf dich
gewartet!«
Abu Sofyan nickte. Mit seinem kostbaren Mantel aus
indischer Seide wischte er Staub und Sand von den Stufen,
ehe er sich setzte. Sein Gesicht war braun und drr wie
das der Beduinen, die aus dem Hochland von Nedschd herabkommen,
seine Augen waren gro und vorgewlbt wie
die der Weihrauchhndler sdlich des Jemen. Klug aber
war er wie ein Byzantiner.
Abu Sofyan zieht mit der hageren, braunen Hand ein
Tfelchen und einen Stift aus den Falten seiner Rida. Jene,
die des Schreibens unkundig sind, die Tam und Omar aus
dem Stamme el 'Adi, sehen ihm mitrauisch zu.
»Ihr habt euch schon geeinigt, denke ich. Also kann ich
sogleich damit beginnen, aufzuzeichnen, wieviel jeder von
euch zur Winterkarawane beitragen will.«







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