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25 апреля 2009 | Автор: Admin | Рубрика: Научная литература » Социология | Комментариев: 0

Kevin Bales - Die neue Sklaverei
Pages:381 | PDF | Kunstmann (2001) | ISBN: 3888972647 | 5.26 MB

Neuerdings hat mit der Sklaverei eine als abgeschafft geltende Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ungeahnte Wiederauferstehung erlebt. In ihrer neuen Prgung macht sie alte Bilder von Baumwollpflckern in den Sdstaaten der USA geradezu nostalgisch: Immerhin war dort der "Besitz" von Menschen noch mit juristischen Skrupeln und Kosten verbunden. Aus solcher Verantwortung sind die modernen Sklavenhalter weitgehend entlassen. Nach vorsichtigen Schtzungen leben derzeit 27 Millionen Menschen weltweit in einem Abhngigkeitsverhltnis, das vollkommene Beherrschung zum Zwecke wirtschaftlicher Ausbeutung bedeutet. Ohne Lohnzahlung und immer der Willkr des "Eigentmers" ausgesetzt, schuften diese neuen Sklaven, nur mit dem Ntigsten versorgt, auf unbestimmte Zeit. Oft genug sind sie Wegwerfware, ihre "Entsorgung" bedeutet hufig Tod.

Kevin Bales hat die betreffenden Lnder bereist und kennt seinen Forschungsgegenstand aus eigener Anschauung. Er zeigt dabei, dass die neue Sklaverei (die besonders in Brasilien und Thailand vorkommt) kein lokal abgegrenztes Phnomen ist, sondern mittelbar oder direkt im Weltmarkt aufgeht. Hierin sieht der in Surrey lehrende Soziologieprofessor den Hebel fr Gegenmanahmen: Sobald es kein eintrgliches Geschft mehr sei, bestnde kaum noch Anreiz Menschen zu versklaven.

Ein guter Ansatz, den Bales leider verspielt, indem er Sklaverei nur als eine Art Krankheit in einem ansonsten gesunden Wirtschaftskrper ansieht. Nun ist aber die globale konomie von Haus aus Vernichtung durch Arbeit, und in ihr Versklavung nur die besonders hssliche Form einer grundstzlich falschen Vernutzung menschlicher Ttigkeit. Verndertes Konsumverhalten, neue Gesetze, Strkung von Antisklaverei-Organisationen und Menschenrechts-Appelle knnen zwar taktische Erfolge bringen, sind als strategische Waffen jedoch stumpf. Zudem macht Bales den Bock zum Grtner, wenn er (ausgerechnet!) die Macht von IWF und WTO auf die Verfolgung der Sklaverei lenken mchte.

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