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Die Fackel 1899-1936. Neusatz und Faksimile
aller 922 Ausgaben

Verfasser: Digitale Bibliothek
Seitenzahl: 34983
Format: rar
Grösse: 1,98 Gb
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2007
Cita:
Vorwort

Es dürfte zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in den deutschsprachigen Ländern kaum eine Zeitschrift gegeben haben, die man heute noch mit mehr Nutzen und Vergnügen liest als Die Fackel von Karl Kraus. Anfangs zum größeren Teil, später ganz und gar das Werk ihres Herausgebers, hat sie in siebenunddreißig Jahren - von der Programmerklärung: »Was wir umbringen« bis zum letzten Wort im letzten Heft: »Trottel« - trotz einer Reihe von Zäsuren die Haltung einer »Protagonie gegen die Zeit« bewahrt: eines Widerstands zunächst nur gegen die Korruption des öffentlichen Lebens, dann aber mehr und mehr auch gegen die Verwüstung von Kunst und Natur im Namen eines ungehemmten Fortschritts. Den Übergang von der frühen Sozial- zur späteren Kulturkritik bezeichnet die »ästhetische Wendung« um 1905: mit der Rede über Wedekinds Büchse der Pandora und dem Beginn der eigenen Aphoristik. Die großen polemischen und satirischen Schriften des folgenden Jahrzehnts werden wie die Aphorismen wenig später in Büchern gesammelt und verbreiten den Ruhm des Herausgebers weit über Wien hinaus - nicht zuletzt auch wegen der Anfang 1910 einsetzenden »Vorlesungen« aus seinen Schriften vor allem in Berlin, München und Prag. Die politisch zunehmend konservative Tendenz der Fackel dieser Jahre bricht mit dem Beginn des Weltkriegs 1914 aber beinahe vollständig ab. Kraus nimmt pazifistische und sozialistische Ideen auf und kann sich ebenso mutig wie geschickt auch unter den Bedingungen von Pressezensur und Militärjustiz behaupten. Während dessen entsteht die monumentale Tragödie der Letzten Tage der Menschheit. Sie erscheint zunächst in Sonderheften der Fackel 1918 und 1919, dann 1922 als Buch von rund achthundert Seiten. Unter Berufung auf dieses Werk schlagen französische Gelehrte, allerdings erfolglos, den Autor mehrfach für den Literatur-Nobelpreis vor. In den ersten Jahren der Republik ihr entschiedenster Verteidiger, geht Karl Kraus jedoch im Lauf der zwanziger Jahre mehr und mehr auf Distanz, kьndigt auch das zeitweilig enge Bündnis mit der österreichischen Sozialdemokratie, die seine Feldzüge gegen Gossenjournalismus und willkürliche Polizeigewalt nicht kräftig genug unterstützt. Schon im Schatten des heraufziehenden Unheils wendet Kraus sich mit wachsender Leidenschaft seinem Theater der Dichtung zu, auf dem nun Shakespeare und Goethe, Nestroy und Offenbach, teils in neuer Nachdichtung oder Bearbeitung, mit der Vielzahl ihrer Rollen zu hören sind. In Verbindung damit entstehen sprach- und literaturkritische Abhandlungen wie die umfangreiche Studie über den Reim und die schneidenden Abfertigungen der Shakespeare-Übersetzungen von Gundolf und George. Die nationalsozialistische Machtübernahme in Deutschland und die selbstverschuldete Niederlage der österreichischen Linken rufen noch einmal den politischen Schriftsteller auf den Plan - der seine Dritte Walpurgisnacht jedoch (trotz ihres Umfangs gewiß die bьndigste Darstellung des Terrors von 1933) in der Fackel nur auszugsweise mitzuteilen wagt. Aber nach wie vor steht dem größten Satiriker, den die deutschsprachige Literatur seit Lichtenberg aufzuweisen hat, sein unbдndiger und treffsicherer Witz zu Gebot - bis hin zum letzten Aufsatz seiner Zeitschrift, der den sprechenden Titel führt: Wichtiges von Wichten (In verständlicher Sprache).



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